Im Überblick: Was kostet eine Website wirklich?
Was kostet eine Website wirklich? Agentur, Freelancer, Baukasten-Abo und der Weg mit KI im ehrlichen Kostenvergleich in Euro, inklusive Stundensätzen.
Adrian Serafin
Eine Website kostet in der Praxis zwischen wenigen hundert Euro und mehreren zehntausend Euro, der größte Unterschied entsteht nicht durch die Technik, sondern durch die Frage, wer die Arbeit erledigt: eine Agentur, ein Freelancer, ein Page-Builder mit Abo oder du selbst im Gespräch mit einer KI. Alle vier Wege führen zu einer funktionierenden Seite, aber mit sehr unterschiedlichen Rechnungen am Ende.
Bevor du ein Angebot einholst oder ein Abo abschließt, lohnt sich ein Blick auf die einzelnen Kostenblöcke. So erkennst du, wofür du wirklich zahlst und wo Geld für Dinge draufgeht, die du eigentlich selbst erledigen könntest.
Agentur und Freelancer: Stundensätze als Kostentreiber
Agenturen und erfahrene Freelancer in Deutschland rechnen üblicherweise mit Stundensätzen zwischen 80 und 150 Euro. Eine einfache Firmenseite mit fünf bis sieben Unterseiten landet bei einem mittleren Zeitaufwand schnell im vierstelligen Bereich, komplexere Projekte mit individuellem Design und eigenen Funktionen können deutlich mehr kosten.
Diese Rechnung ist nicht überzogen, sie spiegelt echten Aufwand: Konzeption, Design, Umsetzung, Texte, Korrekturschleifen und oft auch Kommunikation über mehrere Wochen. Für Projekte mit hohem Anspruch oder besonderen Anforderungen bleibt das weiterhin ein sinnvoller Weg.
Für eine klassische Unternehmensseite ohne exotische Sonderwünsche zahlst du dabei häufig auch für Standardarbeit, die sich mit den richtigen Werkzeugen selbst erledigen lässt.
Freelancer oder Agentur: ein kleiner, aber wichtiger Unterschied
Ein Freelancer arbeitet meist allein und kann dadurch oft günstiger anbieten als eine Agentur mit mehreren Spezialisten für Design, Text und Technik. Dafür trägst du bei einem Freelancer ein höheres Risiko, falls er krank wird, ausgebucht ist oder das Projekt aus anderen Gründen ins Stocken gerät.
Eine Agentur verteilt dieses Risiko auf ein Team, verlangt dafür aber in der Regel auch höhere Gesamtkosten. Beide Modelle sind legitim, die Wahl hängt vor allem davon ab, wie wichtig dir Verlässlichkeit gegenüber dem reinen Stundensatz ist.
Page-Builder mit Abo: kleine monatliche Summe, laufende Kosten
Anbieter wie IONOS, Wix oder Jimdo verlangen meist ein monatliches oder jährliches Abo, das sich über die Zeit summiert. Ein einzelner Monatspreis wirkt niedrig, über mehrere Jahre gerechnet kommt aber ein spürbarer Betrag zusammen, der nie endet, solange die Seite online bleiben soll.
- Monatliches oder jährliches Grundabo für Hosting und Baukasten
- Aufpreise für eigene Domain, mehr Speicherplatz oder Shop-Funktionen
- Zusatzkosten für Premium-Vorlagen oder erweiterte Module
- Laufende Kosten, die auch dann weiterlaufen, wenn du die Seite kaum noch pflegst
Der Vorteil liegt in der niedrigen Einstiegshürde, der Nachteil in der Dauerhaftigkeit der Kosten und den engen Grenzen der Vorlagen.
Selbst bauen mit KI: einmalige Investition statt laufender Rechnung
Beim Weg mit Claude Code beschreibst du deine Seite im Gespräch, statt Stunden bei einer Agentur zu bezahlen oder dich dauerhaft an ein Abo zu binden. Das Werkzeug Claude Code selbst läuft über ein eigenes Konto bei Anthropic und wird separat bezahlt, das ist Teil der ehrlichen Rechnung und sollte niemand verschweigen.
Wie der komplette Ablauf ohne Programmierkenntnisse aussieht, von der ersten Idee bis zur veröffentlichten Seite, beschreibt der Artikel Website erstellen ohne Programmierkenntnisse ausführlich.
Was dazukommt, ist das Wissen, wie ein solches Gespräch mit der KI aufgebaut wird, damit am Ende wirklich eine funktionierende Seite steht und kein halbfertiges Ergebnis. Genau dafür habe ich den Kurs Claude Code PRO gebaut: 74 Lektionen von je rund drei Minuten in acht Modulen, für einmalig 297 Euro brutto mit 12 Monaten Zugang, bezahlt über verschiedene Zahlungsmethoden via Stripe.
Die teuerste Website ist selten die, die am meisten gekostet hat, sondern die, die niemand mehr anfassen kann, ohne erneut zu zahlen.
Setzt du die einmaligen 297 Euro brutto neben einen einzigen Stundensatz einer Agentur zwischen 80 und 150 Euro, wird der Unterschied deutlich: Der Kurspreis entspricht ungefähr zwei bis vier Agenturstunden, danach bleibt das Wissen dauerhaft nutzbar, für diese und jede spätere Website. Diese Rechnung ersetzt keine Einzelfallprüfung, sie zeigt aber, in welcher Größenordnung sich die beiden Wege tatsächlich bewegen.
Was im Kurspreis steckt
- 74 Lektionen in acht Modulen, in kleinen Schritten von je etwa drei Minuten
- Ein Abschlussexamen mit Zertifikat und öffentlichem Prüflink
- 12 Monate Zugang für einmalig 297 Euro brutto
- 14 Tage freiwillige Zufriedenheitsgarantie, Details dazu stehen in den AGB
Versteckte Kosten, die in keinem Angebot stehen
Egal für welchen Weg du dich entscheidest, ein paar Positionen tauchen fast immer zusätzlich auf: die Domain selbst, laufendes Hosting, gelegentliche Pflege und irgendwann eine Überarbeitung, wenn sich dein Angebot ändert. Wer diese Posten von Anfang an einplant, erlebt später keine bösen Überraschungen.
Bei Agenturprojekten kommen oft zusätzliche Stunden für spätere Änderungswünsche dazu, bei Baukästen die schleichende Summe der Abos. Beim Weg mit KI bleiben laufende Kosten meist auf Domain, Hosting und das separate Claude-Code-Konto begrenzt.
Wie sich spätere Änderungen langfristig auswirken
Die Startkosten sind nur die halbe Rechnung. Fast jede Website bekommt im ersten Jahr neue Texte, neue Bilder oder eine zusätzliche Unterseite, und genau hier zeigt sich ein großer Unterschied zwischen den Wegen: Bei einer Agentur kostet jede dieser Änderungen erneut Stundensatz, bei einem Baukasten bist du meist selbst limitiert auf das, was die Vorlage hergibt.
Beim Weg mit KI bleibt der Aufwand für spätere Änderungen ähnlich gering wie beim ersten Aufbau, weil du das gleiche Gespräch einfach fortsetzt. Über zwei oder drei Jahre gerechnet macht dieser Unterschied oft mehr aus als der ursprüngliche Startpreis.
Was den Preis in jedem Modell zusätzlich beeinflusst
Unabhängig vom gewählten Weg wirken sich ein paar Faktoren fast immer auf den Preis aus: die Anzahl der Unterseiten, ob eigene Fotos oder Texte schon vorliegen, ob eine Sprache reicht oder mehrere nötig sind, und ob Funktionen wie ein Buchungssystem oder ein Shop dazukommen. Je mehr davon zutrifft, desto höher der Aufwand, ganz gleich ob eine Agentur, ein Freelancer oder du selbst mit KI daran arbeitet.
Wer vorher schon weiß, welche dieser Punkte für das eigene Projekt gelten, kann Angebote realistischer einschätzen und vermeidet Überraschungen mitten im Prozess.
Ein Rechenbeispiel für eine einfache Firmenseite
Nimm eine typische Firmenseite mit fünf Unterseiten, eigenen Texten und ein paar vorhandenen Fotos. Bei einer Agentur landest du je nach Stundensatz und Aufwand schnell zwischen 2.000 und 6.000 Euro, bei einem Baukasten zahlst du oft ab rund 15 Euro im Monat, was sich über drei Jahre auf einen dreistelligen bis niedrigen vierstelligen Betrag summiert. Beim Weg mit Claude Code fallen vor allem der einmalige Aufwand für das Lernen des Werkzeugs sowie Domain, Hosting und das separate KI-Konto an, danach bleibt die laufende Rechnung meist deutlich niedriger als bei den beiden anderen Wegen.
Diese Zahlen sind grobe Orientierungswerte, keine festen Preise, denn jedes Projekt bringt eigene Besonderheiten mit. Wie so ein Projekt mit KI konkret abläuft, zeigt der Artikel Mit KI Website bauen mit Claude Code an einem durchgehenden Beispiel.
Welcher Weg zu deinem Budget passt
Eine pauschale Antwort gibt es nicht, wohl aber eine ehrliche Faustregel: Je enger dein Budget und je klarer deine Vorstellung vom Ergebnis, desto eher lohnt sich der Weg über KI. Je komplexer das Projekt und je weniger Zeit du selbst investieren willst, desto eher lohnt sich eine Agentur.
Wie sich das für dein konkretes Vorhaben in Zahlen übersetzt, kannst du direkt mit dem Kalkulator für Webseiten-Kosten durchrechnen. Wie ein solches Projekt mit KI in der Praxis von Anfang bis Ende abläuft, zeigt der Artikel Mit KI Website bauen mit Claude Code an einem durchgängigen Beispiel.
Bevor du dich für einen Weg entscheidest, rechne einmal ehrlich durch, wie viele Änderungen du in den nächsten zwei Jahren an deiner Seite erwartest, denn genau diese Zahl entscheidet meistens mehr über die Gesamtkosten als der Startpreis.